Siebträger für Einsteiger: Worauf achten und was ist der Unterschied zum Vollautomaten?

Symbolbild: Schmale Siebträger-Espressomaschine mit zwei Espressogläsern in einer Küche, daneben eine Schale Kaffeebohnen

Espresso wie aus der Bar zu Hause: Das verspricht eine Siebträgermaschine. Sie ist aber etwas anderes als ein Kaffeevollautomat und verlangt etwas Übung. Hier erfahren Sie, was eine Siebträgermaschine ist, worin der Unterschied zum Vollautomaten liegt, worauf Einsteiger beim Kauf achten sollten und für wen sich der Einstieg lohnt.

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Was ist eine Siebträgermaschine?

Bei einer Siebträgermaschine füllen Sie gemahlenen Kaffee in ein Sieb, das in einem Handgriff (dem Siebträger) sitzt, und spannen es in die Maschine ein. Die Maschine presst heißes Wasser mit Druck durch das Kaffeemehl. Menge und Anpressdruck des Kaffees beeinflussen den Geschmack, deshalb braucht das Zubereiten etwas Übung. Die Milch wird bei den meisten Einsteigermodellen mit einer Dampfdüse von Hand aufgeschäumt.

Siebträger oder Kaffeevollautomat: der Unterschied

Kriterium Siebträgermaschine Kaffeevollautomat
Bedienung Von Hand: füllen, andrücken, einspannen Auf Knopfdruck
Mahlen Meist nicht eingebaut, Sie brauchen frisch gemahlenen Kaffee oder eine separate Mühle Mühle ist eingebaut
Milchschaum Meist per Dampfdüse von Hand Bei vielen Modellen automatisch
Übung Etwas Übung nötig, das Ergebnis hängt von Ihnen ab Kaum Übung nötig
Platzbedarf Je nach Modell sehr schmal möglich Meist größer
Passt zu Wer gern selbst Espresso zubereitet Wer schnell und ohne Aufwand Kaffee möchte

Worauf sollten Einsteiger beim Kauf achten?

  • Größe: Wie viel Platz hat Ihre Küche? Manche Modelle sind sehr schmal.
  • Aufheizzeit: Je nach Heizsystem ist die Maschine nach unterschiedlich langer Zeit betriebsbereit. Die Herstellerangabe steht beim Modell.
  • Siebeinsätze: Es gibt Einsätze für 1 oder 2 Tassen und oft auch für Pads, was den Einstieg erleichtern kann.
  • Milchaufschäumer: Eine Dampfdüse schäumt Milch von Hand auf. Das braucht Übung.
  • Tassenablage: Prüfen Sie, ob auch höhere Gläser darunter passen.
  • Mühle: Wenn Sie frische Bohnen verwenden möchten, brauchen Sie meist eine separate Mühle. Das ist eine Zusatzausgabe.
  • Ein- oder Zweikreiser: Zweikreiser haben getrennte Systeme für Kaffee und Dampf und sind meist größer und teurer. Einsteigermodelle sind oft Einkreiser mit Thermoblock.

Unsere Empfehlung für Einsteiger: De'Longhi Dedica Style

Die De'Longhi Dedica Style (EC 685) ist eine kompakte Siebträgermaschine. Laut Hersteller ist sie nur 15 cm breit, hat ein Thermoblock-Heizsystem und ist in etwa 40 Sekunden betriebsbereit. Sie arbeitet mit 15 bar Pumpendruck, hat einen Siebträger mit Einsätzen für 1 oder 2 Tassen sowie für Kaffeepads (ESE), eine regulierbare Milchschaumdüse und eine höhenverstellbare Tassenablage für Gläser bis 12 cm.

Unsere Einschätzung: Die Dedica ist ein beliebter Einstieg in die Welt der Siebträgermaschinen. Sie ist klein, übersichtlich zu bedienen und braucht wenig Platz. Eine Kaffeemühle ist nicht enthalten, Sie verwenden also frisch gemahlenen Kaffee, gemahlenes Pulver oder Pads. Die Milch wird mit der Dampfdüse von Hand aufgeschäumt.

So gelingt der Start

  • Mit Pads beginnen: Das ist einfacher, bis Sie ein Gefühl für Menge und Anpressdruck haben.
  • Menge und Druck variieren: Beides beeinflusst den Geschmack. Ändern Sie immer nur eine Sache auf einmal.
  • Frischen Kaffee verwenden, wenn Sie selbst mahlen möchten, und die Tassen vorwärmen.
  • Milch von Hand aufschäumen: Das braucht einige Versuche. Lassen Sie sich nicht entmutigen.
  • Nach dem Gebrauch reinigen: Sieb und Düse nach den Herstellerangaben säubern.

Wer sollte lieber einen Vollautomaten nehmen?

Wer morgens schnell einen Kaffee auf Knopfdruck möchte, ohne sich mit Menge, Druck und Milchschaum zu beschäftigen, ist mit einem Kaffeevollautomaten besser beraten. Einen Vergleich zweier Modelle finden Sie im Ratgeber Kaffeevollautomat verschenken: Philips 2200 oder LatteGo 5400?.

Häufige Fragen

Welche Siebträgermaschine ist für Einsteiger geeignet?

Eine kompakte, übersichtlich zu bedienende Maschine mit Einsatz für Pads, zum Beispiel die De'Longhi Dedica Style. Wichtig sind Platz, Bedienung und die Bereitschaft, etwas zu üben.

Braucht man für eine Siebträgermaschine eine Kaffeemühle?

Bei der Dedica ist keine Mühle eingebaut. Sie können Pads oder gemahlenen Kaffee verwenden. Für frisch gemahlene Bohnen brauchen Sie eine separate Mühle.

Kann man bei einer Siebträgermaschine Pads nutzen?

Bei der Dedica ja: Der Siebträger hat laut Hersteller einen Einsatz für Kaffeepads (ESE).

Siebträger oder Kaffeevollautomat: was ist besser?

Das hängt vom Typ ab. Wer gern selbst Espresso zubereitet, wird mit dem Siebträger Freude haben. Wer Kaffee auf Knopfdruck möchte, ist mit dem Vollautomaten besser bedient.

Was ist der Unterschied zwischen Einkreiser und Zweikreiser?

Zweikreiser haben getrennte Systeme für Kaffee und Dampf und sind meist größer und teurer. Die Dedica hat ein Thermoblock-Heizsystem und ist eine kompakte Einsteigermaschine.

Ist eine Siebträgermaschine ein gutes Geschenk?

Für Kaffeefans, die gern etwas ausprobieren, ja. Weitere Ideen finden Sie in unseren Geschenkideen und im Ratgeber Geschenke zum Einzug und für die neue Küche.

Alle Angaben ohne Gewähr. Aktuelle Preise, Ausstattung und Bewertungen finden Sie beim jeweiligen Anbieter. Die Bilder sind Symbolbilder.